Die Forstakademie Tharandt und die baltischen Gouvernements (bis zum Jahre 1890)
Erhard Schuster Toivo Meikar, , Heldur Sander
Zum weiten Themenkreis der Diskussionen in der Geschichte unseres Forstwesens gehört die Organisation der forstlichen Bildung, also die Vorbereitung der Forstbeamten. In den baltischen Gouvernements wurde das Problem in den letzten Jahrzehnten des 18. Jahrhunderts in die Tagesordnung aufgestellt, in der Zeit des Gestaltungsprozesses der Forstwirtschaft zum selbständigen Wirtschaftszweog. Wahrscheinlich kam zum erstmal zu dieser Frage C. J. Ebhard bei der Verfassung seines Projekts des Forst- und Jagdgesetzes für Liv- und Estland (1771). Er konnte aber keine Lösung finden. Er scheint vorausgesetzt zu haben, daß die sachkundigen Forstbeamten wie deus ex machina erscheinen und sein allgemeines und unkundiges Gesetz erklären und ausführen (Meikar 1997).
Ein anderen Weg wurde von Balthasar von Campenhausen eingeschlagen. Seine Forstinstruktion vom Jahre 1783 war eine ausführliche Direktive, denn zu jener Zeit hatten die in den Kronswäldern angestellten Förster in der Regel keine nötigen Sachkenntnisse. Forstwissenschaftliche Kenntnisse der Förster waren sehr unterschiedlich. Unter ihnen gab es Söhne deutscher Forstbeamten mit praktischer Geschicklichkeit und Zöglinge der dortigen Jäger- und Forstschulen. Hauptsächlich handelte es sich aber um einen zufälligen Presonenbestand, dessen Kenntnisse doch in der praktischen Arbeit mit der Zeit wesentlich vollkommener werden konnten. Der Kreis der akademisch Gebildeten, die sich an der Forstwirtschaft beteiligten, beschränkte sich nur mit einzelnen Personen, die gewöhnlich an einer deutsche Universität nebenbei auch Kameralwissenschaften studiert hatten.
Mit der Entwicklung der Forstwirtschaft Ende des 18. und Anfang des nächsten Jahrhunderts brauchte man Forstbeamten neuer Art. Außer den gründlichen Sachkenntnissen mußten sie auch eine weitere akademische Bildung haben, um die praktische Forstwirtschaft organisieren und leiten zu können. Besonders eifrig gründete man neue Lehranstalten in Deutschland, sowohl an den Universitäten als auch in Form der Forstakademien und -instituten. In Rußland und auch in den baltischen Gouvernements hat bei der Ausbildung der Forstbeamten das St. Petersburger Forstinstitut eine besondere Rolle gespielt. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden auch in der agronomischen Fakultät der Universität Tartu (Dorpat) Kentnisse im Forstwesen erteilt. Das ermöglichte den Zöglingen der Universität im Staats- und Privatdienst als Föster zu arbeiten. Die Gründung eines Forstinstituts und Lehrreviers an die Universität im 1840. Jahren kam nicht aber zustande. Zwar wurden forstliche Lehrfächer im Rigascher Polytechnischen Institut unterrichtet, das im Jahre 1862 gegründet worden war. An demselben wurde auch zu Anfang dieses Jharhunderts ein Lehrrevier gegründet. Die Einrichtung einer Forstfakultät wurde aber durch den Ausbruch des Weltkrieges zum Scheitern gebracht.
Mit Rücksicht auf die besonderen Verhältnisse in den baltischen Gouvernements (u.a. das Vorherrschen der Privatwälder, die engen kulturellen und geistigen Beziehungen der Deutschbalten mit Deutschland u.s.w.) spielten hier die Lehranstalten Deutschlands in der Ausbildung der Forstbeamten eine entscheidende Rolle. Dorthin zogen die Studierenden aus dem ganzen Rußland, vor allem aber aus den baltischen Gouvernements. Viele Deutschen, aber auch Vertreter anderer Nationen, die ihre Bildung in Deutschland erworben hatten, fanden ihre Arbeitsstellen und auch ihre Heimat in Rußland, in erster Linie in den baltischen Gouvernements. So kreutzten sich hier viele Richtungen und Schulen des Forstwesens, die sich auf Grund der örtlichen Natur- und wirtschaftlichen Bedingungen zu einer besonderen deutschbaltischen Forstwirtschaft und -wissenschaft herausbildeten. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts waren die baltischen Gouvernements eine Zwischenstation in der Verbreitung der neusten Ideen des Forstwesens nach Rußland. Für die Entwicklung der russischen Forstwirtschaft und - wissenschaft war der deutsche Einfluß tonangebend. Nach der Formierung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts übte die russische Forstwirtschaft eine positive Rückwirkung aufs Forstwesen der baltischen Gouvernements aus. Auf dieser Manningaltigkeit der Ansichten und eigenartigen Demokratie basierten später auch die estnische und lettische nationale Forstwirtschaft und -wissenschaft.
Von den deutschen Forsthochschulen, die ihren Einfluß auf die baltischen Gouvernements ausübten, muß man in erster Linie Eberswalde und Tharandt nennen, weniger auch Münden, Eisenach und andere Lehranstalten. Im nachfolgenden beobachten wir die Rolle Tharandts im Forstwesen der baltischen Gouvernements bis zum Jahre 1890. Es handelt sich hier nur um eine Übersicht ohne eingehende Analyse. Die zeitlichen Grenzen sind von den Listen der Studenten bestimmt (Verzeichnis… 1845; Schober 1866; Judeich 1891).
Heinrich Cotta (1763-1844), vom sächsischen König zum Direktor der Forstvermessungsanstalt nach Sachsen berufen, siedelte 1811 von Zillbach (Thüringen) nach Tharandt über und mit ihm seine private forstliche Lehranstalt, die er bereits seit 1786 betrieben hatte. Bedingt durch finanzelle Schwierigkeiten, bat Cotta 1815 um Übernahme der Schule in staatliche Obhut, und 1816 erfolgt die Umwandlung in die "Königlich Sächsische Forstakademie". Cotta ist bis zu seinem Tode Direktor der Akademie sowie erster (und lange Zeit einziger) forstlicher Lehrer. 1830 wird eine landwirtschaftliche Lehranstalt angegliedert, und die Akademie wird umbenannt in "Köninglich Sächsische Akademie für Forst- und Landwirthe". 1845-1866 ist Carl Heinrich Edmund Freiherr von Berg (1800-1874) Direktor der Akadeimie, von 1866-1894 Johann Friedrich Judeich (1828-1894). Letzter verhindert die Verlegung der Forstakademie an die Universität Leipzig, aber 1870 wird die landwirtschaftliche Ausbildung in Tharandt ausgegliedert und nach Leipzig verlegt.
Obwohl sie den hier gesteckten zeitlichen Rahmen überschreiten, seien nur noch die folgenden wichtigen Veränderungen genannt: 1904 wird das bisherige Direktorialsystem abgelöst, und die Akademie erhält die Akademie die Bezeichnung "Forstliche Hochschule Tharandt". 1929 wird diese bisher selbständig betriebene Hochschule, einem lange schon fälligen Trend nach universitärer Ausbildung folgend, als Abteilung in die Technische Hochschule (heute Technische Universität) Dresden eingegliedert. 1940 wird diese Abteilung umbenannt in "Fakultät für Forstwissenschaften (Forstliche Hochschule) Tharandt an der Technischen Hochschule Dresden". Seitdem hat die Tharandter Ausbildungsstätte noch einige Male ihren Namen gewechselt. Sie hat sich, insbesondere in den Jahrzehnten nach dem 2. Weltkrieg, ständig vergrößert und ihr Aufgabenprofil auf die Forschung erweitert; sie umfaßt heute 9 Institute über 200 Mitarbeiter.
Von 1816 bis 1990 studierten in Tharandt insgesamt etwa 6781 Forststudenten, darunter 1697 Ausländer (bis 1870 waren für Sachsen auch die Bewohner anderer deutscher Staaten "Ausländer"). Dazu kommen – während die Zeit von 1830 bis 1870 – 780 Studenten der Landwirtschaft, darunter 491 "Ausländer".
Anläßlich des 50jährigen Jubiläums der Akademie erschien 1866 eine ausführliche Darstellung der Geschichte von Hugo Schober (1866) und anläßlich des 75 jährigen Jubiläums 1891 eine analoge Abhandlung von Friedrich Judeich (1891). Beide enthalten namentliche Verzeichnisse aller Studenten, die in diesen 75 Jahren an der Akademie eingeschrieben, also in diese augfenommen wurden. Tabelle 1 zeigt die Anzahl und eine grobe Übersicht über die Herkunft dieser Studenten.
Tabelle 1
Anzahl und Natiolaität (Herkunft) der Forst- und Landwirtschaftsstudenten, die während der 75 Jahre von 1816 bis 1890 in Tharandt studierten.
Nationalität Anzahl
|
Forstwirte |
Sachsen übrige Deutsche Ausländer Gesamt |
1150 788 690 2628 |
|
Landwirte (1830-1870) |
Sachsen übrige Deutsche Ausländer Gesamt |
289 327 164 780 |
Mann kann wohl sagen, daß zumindest im 19. Jahrhundert die meisten der ausländischen Studenten deutscher Abstammung, also Auslandsdeutsche waren, wobei ja auch gesehen werden muß, daß die Unterrichtssprache in Tharandt Deutsch war. Das zeigt sich in besonderem Maße auch bei den Studenten aus Estland, die wohl ausnahmslos Deutschbalten waren.
Von den ausländischen Studenten kamen zwischen 1816 und 1890 etwa 168 Forstwirte und 58 Landwirte aus Rußland. Rußland umfaßte dabei in dieser Zeit auch Polen, Finnland und die baltischen Gouvernementen. In der Regel wurden bei den Einschreibungen die Heimat - bzw. Herkunftsorte der Studenten erfaßt, so daß also auch eine genauere Zuordnung auf die einzelnen baltischen Gouvernementen möglich war. Eigenartigerweise konnte kein einziger Student aus heutigen Litauen nachgewiesen werden. Die Zuordnung auf heutigen Estland und Lettland, die beide zusammen genau 50% der aus "Rußland" kommenden Studenten stellten, war im großen ganzen auch gut möglich, wenn auch nicht hundertprozentig. Es ergibt sich in etwa das in Tabelle 2 dargestellte Bild der Aufteilung, wobei noch zu bemerken ist, daß der erste Student aus heutigen Lettland 1829 sein Studium in Tharandt begann, die beiden ersten Studenten aus heutigen Estland, ein Landwirt und ein Forstwirt, kamen 1837.
Tabelle 2
Anzahl der Studenten aus Est-, Liv- und Kurland, die zwischen 1829-1890 in Tharandt Forst- oder Landwirtschaft studierten
Forstwirte Landwirte Gesamt
|
Estland |
14 |
3 |
17 |
|
Livland |
42 |
15 |
57 |
|
Kurland |
34 |
8 |
42 |
|
Summe |
90 |
26 |
116 |
Die meisten Forststudenten der baltischen Gouvernements sind von Rigascher Herkunft - 22%. Es folgen Tallinn (Reval) und Tartu (Dorpat) gleichwertig mit 14%, und Jelgava (Mitau) mit 11%, weiterhin die Kleinstädte Paide (Weißenstein) und Võru (Werro) mit 8%. Insgesamt stammen aus den genannten sechs Städten 77% von den baltischen Studenten, die in Tharandt Forstwirtschaft studiert hatten.
Zwei interessante Fragen sind schließlich noch, in welcher zeitlichen Verteilung und wie lange die einzelnen Studenten in Tharandt weilten. Teilt man die 75 Jahre von 1816 bis 1890 in fünf gleiche Perioden zu je 15 Jahren, so ergibt sich für die 46 Studenten, die aus heutigen Estland kamen, die in Tabelle 3 wiedergegebene zeitliche Verteilung. Während die Landwirte also in größerer Anzahl bereits zwischen 1837 und 1845 in Tharandt weilten, erhöhte sich die Zahl der Forstwirte erst allmählich und erreichte ihren weitaus größten Anteil erst zwischen 1876 und 1890.
Tabell 3
Zeitliche Verteilung der Einschreibungsdaten (des Beginns des Studiums) für die 46 Studenten aus heutigen Estland, die während der 75 Jahre von 1816 bis 1890 in Tharandt Forst- oder Landwirtschaft studieren
Forstwirte Landwirte
|
1816-1830 |
0 |
- |
|
1831-1845 |
3 |
5 |
|
1846-1860 |
3 |
4 |
|
1861-1875 |
8 |
0 |
|
1876-1890 |
23 |
- |
|
Summe |
37 |
9 |
Die reguläre Srudienzeit für Forstwirte betrug von 1816 bis 1871 2 Jahre = 4 Semester (Für Anwärter auf den höheren Staatsdienst in Sachese wurde seit 1830 ein zusätsliches Jahr an der Akademie bzw. auf einer Universität gefordert); 1871 wurde sie auf 2,5 Jahre = 5 Semester erhöht. Die reguläre Studienzeit für Landwirte betrug immer (also von 1830 bis 1870) 2 Jahre = 4 Semester. Die tatsächliche Studienzeit lag im Mittel immer etwas unter der regulären, und zwar während der Zeit von 1816 bis 1865 für Forstwirte bei 3,3 Semestern, für Landwirte bei 2,3 Semester.
Schon ein flüchtiger Blick auf das Verzeichniss der Thrandter Studenten (Anhang) zeigt die beachtenswerte Rolle dieser Lehranstalt in der Ausbildung der Forstspezialisten für die baltischen Gouvernements und Rußland auf einem qualitativen Niveau. Man könnte hier kurz nur folgende Personene baltischen Herkunft nennen:
Eugen Heinrich Ostwald (1851-1932) - der international bekannteste Forstwissenschaftler der baltischer Gouvernements, dessen Hauptarbeitsgebiet die Forsteinrichtung und Forstökonomie war.
Alexander Lütkens (1842-1898) - Forstmeister vieler Güter, Verfasser des ersten estnischsprachigen Lehrbuch fürs Forstwesen (1884).
Hermann Constantin Heinrich Kühnert (1848-1904) - einer der bekanntesten Oberförster des estländischen Gouvernements, Organisator und Sekretär des Forstvereins Estlands (1878-1890).
Karl Edgar Emanuel Adelbert Baron von Krüdener (1857-1933) - Forstmeister, Jägereifunktionär, Literat.
Martin Maurach (1856-1918) - Oberförster im Gute Kastre (Kaster), auffallend in erster Linie mit umfangreichen systematischen Entwässerungsarbeiten im Walde. Mit seinen Arbeiten legte er Grund für das heutige Lehr- und Versuchsrevier der Estnischen Agraruniversität.
Emil Alexander von Stryk (1865-?) - Forstmeister der Livländischen Ritterschaft.
Eberhard Heinrich Wewell von Krüger (1809-1862) - Oberforstmeister des livländischen Gouvernements.
Die Umwelt der westeuropäischen Kultur, das Vorherschen der deutschen Sprache bis zum Ende 19. Jahrhunderts, das Vorhandensein der Arbeitsstellen und günstige Arbeits- und Lohnverhältnisse machten die baltischen Gouvernements anziehend auch für viele Ausländer. Von den Reichsdeutschen, die Tharandt absolviert hatten und in die baltischen Gouvernements übersiedelt waren, muß man in erster Linie Wilhelm Knersch (1838-1912) nennen, der als Oberförster in Livland arbeitete und zahlreiche wissenschaftliche Artikel veröffentlichte. Er war an der Ausbildung estnischer Forstbeamten tätig und beteiligte sich aktiv an der Arbeit des Baltischen Forstvereins (1867-1917). Ebenso zogen in die baltischen Gouvernements nach dem Studium in Tharandt Deutsche und Deutschbalte, die in Rußland gelebt hatten. Als ein besonderes Thema könnte man die Rolle Tharandts in der Ausbildung der forstwissenschaftlichen Elite Rußlands behandeln. Einen Beitrag dazu haben auch mehrere Ausländer geleistet, die nach dem Studium in Tharandt nach Rußland übersiedelten.
Literatur
Judeich, F.
Zur Geschichte der Forstakademie Tharand während der 25 Jahre vom Sommerhalbjahr 1866 bis zum Schluß des Winterhalbjahres 1890/91. – Tharander Forstliches Jahrbuch, 41. Dresden, 1891, 3-132.Meikar, T. C. J. Ebhardi Eesti- ja Liivimaa metsa- ja jahiseaduse projekt ning selle taust. Projekt zu einer Forst- und Jagdordnung für Est- und Livland C. J. Ebhard und sein Hintergrund. Tartu, 1998.
Schober, H. Zur Geschichte der Akademie für Forst- und Landwirthe zu Tharand. – Tharander Jahrbuch, 17. Leipzig, 1866, 3-236.
Verzeichniß sämmtlicher Akademisten der Cottaischen Forstlehranstalt und der Akademie zu Tharand. – Forstwirtschaftlicher Jahrbuch, herausgegeben von der Königlich Sächsischen Akademie für Forst- und Landwirthe zu Tharand, 2. Dresden-Leipzig, 1845, 104-137.
Anhang
Verzeichniss der innerhalb der Zeit vom 1816 bis 1890 bei der Akademie zu Tharandt Angestellten Studenten aus Est-, Liv- und Kurland
Otto Friedrich Kupfer. Mitau, Kurland. Ostern 1829 bis Michaeli 1829. (F = Forstwirtschaft)
Ludwig Theodor Ernst Frhr. von Derschau. Autzenbach, Kurland. Ostern 1829 bis Ostern 1830. (F)
Oswald Hermann Ernst Frhr. von Campenhausen. Wesselshof (Veselavas), Livland. Ostern 1831 bis Ostern 1833. (L = Landwirtschaft)
Eberhard Heinrich Wewell von Krüger. Setzen, Kurland. Ostern 1832 bis Ostern 1833. (F)
Carl von der Osten-Sacken. Goldingen, Kurland. Ostern 1833 bis Ostern 1834. (F)
Hermann Baron von der Osten-Sacken. Wormen, Kurland. Michaeli 1833 bis Michaeli 1834. (F)
Clemens Frhr. von Wolff. Semmershoff (Ziemeru), Livland. Michaeli 1835 bis Michaeli 1836. (L)
Sigismund Frhr. von Wolff. Livland. Michaeli 1836 bis Ostern 1837. (L)
Georg von Traubenberg. Reval (Tallinn), Estland. Michaeli 1837 bis Ostern 1838 (F)
Balthasar von Berg. Riga, Livland. Michaeli 1837 bis Michaeli 1838. (L)
Bernhard Michelson. Dorpat (Tartu), Livland. Michaeli 1837 bis Ostern 1839. (L)
Julius Witte. Rengenhoff, Kurland. Michaeli 1837 bis Ostern 1839. (L)
Gottlieb Zellinsky. Marienburg (Alūksnes), Livland. Michaeli 1837 bis Michaelis 1838. (L)
Johann von Stromberg. Mitau, Kurland. Michaeli 1837 bis Ostern 1839. (F)
Eugen Witte. Regenhoff, Kurland. Ostern 1838 bis Ostern 1839. (F)
Wilhelm Krause. Dorpat (Tartu), Livland. Michaeli 1838 bis Ostern 1839. (L)
Peter Lohmann. Jewe (Jõhvi), Estland. Michaeli 1838 bis Ostern 1841. (L)
August Feldmann. Pernau (Pärnu), Livland. Ostern 1839 bis Ostern 1839. (L)
Eduard Knüpfer. Klein-Marien (Väike-Maarja), Estland. Michaeli 1839 bis Michaeli 1841. (F, L)
Victor von Rutenberg. Ilsenberg, Kurland. Ostern 1840 bis Michaeli 1840. (L)
Rudolf Waegner. Hasenpoth, Kurland. Ostern 1840 bis Ostern 1841. (F)
Hermann von Gavel. Riga, Livland. Michaeli 1841 bis Michaeli 1842. (L)
Carl von Frankenstein. Dorpat (Tartu), Livland. Michaeli 1842 bis Ostern 1843. (L)
Leo Zoege von Manteuffel. Meyris (Määri), Estland. Ostern 1844 bis Ostern . (F)
Otto Fiedrich Georg Baron von Maydell. Pastfer (Paasvere), Estland. Ostern 1847 bis Ostern 1849. (F)
Theodor von Knoblock. Pernau (Pärnu), Livland. Michaeli 1848 bis Ostern 1850. (F)
Theodor von Schröter. Riga, Livland. Michaeli 1853 bis Ostern 1854. (F)
Carl von Vegesack. Poikern (Āsteres), Livland. Ostern 1855 bis Ostern 1856. (L)
Eduard von Bach. Popperwahlen, Kurland. Michaeli 1855 bis Michaeli 1856. (L)
Rudolph Frhr. von Kleist. Staulitzen, Kurland. Michaeli 1855 bis Ostern 1856. (L)
Carl von Behr. Schleck, Kurland. Michaeli 1856 bis Ostern 1857. (L)
Richard Gidon Baron von Maydell. Kavast (Kavastu), Estland. Michaeli 1856 bis Michaeli 1857. (L)
Nicolai Hans Baron von Fersen. Reval (Tallinn), Estland. Michaeli 1857 bis Ostern 1858. (L)
Theodor Masing. Neuhausen (Vastseliina), Livland. Michaeli 1857 bis Michaeli 1858. (F)
Peter Schumacher. Dorpat (Tartu), Livland. Ostern 1858 bis Ostern 1859. (L)
Heinrich Wasmus. Prekulm, Kurland. Ostern 1858 b Michaeli 1859. (L)
Alexander von Smolian. Riga, Livland. Michaeli 1858 bis Ostern 1859. (L)
Friedrich Wille. Paddern, Kurland. Ostern 1859 bis Ostern 1860. (F)
Andreas Georg Dumpf. Riga, Livland. Ostern 1860 bis Ostern 1861. (L)
Feodor Fabian. Candau, Kurland. Ostern 1860 bis Ostern 1861. (F)
Wilhelm Heyne. Walk (Valga), Livland. Ostern 1860 bis Michaeli 1860. (L)
Alexander Baron von Offenberg. Mitau, Kurland. Ostern 1860 bis Michaeli 1860. (L)
August Baron von Fircks. Waldegahlen, Kurland. Michaeli 1860 bis Michaeli 1862. (F)
Ferdinand Friedrich Baar. Neuwacken, Kurland. Ostern 1861 bis Ostern 1862. (L)
Ernst Baron von Fircks. Waldegahlen, Kurland. Michaeli 1861 bis Michaeli1862. (F)
Johann Julius Rudolph Schmiedeberg. Permisküll (Permisküla), Estland. Michaeli 1861 bis Michaeli 1862. (F)
Heinrich Kutzcke. Riga, Livland. Michaeli 1862 bis Michaeli 1865. Ostern 1868 bis März 1869 (F)
Carl Bruno Lindwart. Schloss Allasch (Allažu), Livland. Michaeli 1864 bis Ostern 1866. (F)
Ernst Alexander Theodor Schönberg. Livland. Michaeli 1865 bis ? (F)
Friedrich von Oelsen. Kurland. Michaeli 1867 bis März 1868. (F)
Heinrich Hermann Constantin Kühnert. Reval (Tallinn), Estland. Ostern 1868 bis März 1869. (F)
Alexander Lütkens. Riga, Livland. Ostern 1868 bis März 1870. (F)
Eugen Heinrich Ostwald. Riga, Livalnd. Michaeli 1869 bis März 1872. (F)
Constantin von Kotzebue. Mitau, Kurland. Ostern 1870 bis August 1870.
Leo Mahn. Talsen, Kurland. Ostern 1870 bis August 1870.
Arvid Creutzburg. Edwahlen, Kurland. Michaeli 1870 bis August 1872,
Anatol Graf von Lamsdorff. Wilkagen, Kurland. Michaeli 1870 bis März 1872.
Alxander Graf von Stenbock. Reval (Tallinn), Estland. Michaeli 1871 bis März 1872.
Theophil Baron von Vietinghoff. Alt-Sommerhusen (Kaarli), Estland. Michaeli 1871 bis März 1873.
Peter Gottlieb Victor Baron von Maydell. Salishof (Saaluse), Livland. Ostern 1873 bis März 1875.
Eduard Reinhold von Nasacken. Reval (Tallinn), Estland. Michaeli 1873 bis August 1876.
Alfred Punschel. Wenden (Cēsis), Livland. Michaeli 1873 bis März 1876.
Richard von Hertzberg. Dorpat (Tartu), Livland. Ostern 1874 bis August 1876.
Michael Fürst Liven. Kurland. Michaeli 1874 bis August 1876.
D. Weyrich. Werro (Võru), Livland. Michaeli 1874 bis März 1877.
Karl Edgar Emanuel Adelbert Baron von Krüdener. Wohlfahrtslinde (Jaunjērcēnu), Livland. Michaeli 1876 bis März 1878.
Eugen Mölzer. Szakinow, Kurland. Michaeli 1876 bis Märtz 1879.
Leo Baron von Oelsen. Feldhof, Kurland. Michaeli 1876 bis August 1877.
Hermann Wilcken. Choudleigh (Voka), Estland. Michaeli 1876 bis März 1879.
Oskar Georg Alexander Baron von Engelhardt. Dorpat (Tartu), Liivimaa. Michaeli 1877 bis Januar 1878.
Eduard Brasche. Weissenstein (Paide), Estland. Ostern 1878 bis August 1879.
Otto Gottfried. Reval (Tallinn), Estland. Michaeli 1878 bis März 1881.
Gottlieb Schnee. Altenwoga (Mengels), Livland. Michaeli 1878 bis August 1880.
Heinrich Jagdhold. Lesten, Kurland. Michaeli 1879 bis März 1882.
Ulrich Obrecht. Kreuzburg, Kurland. Michaeli 1879 bis März 1882.
Martin Maurach. Oberphalen (Põltsamaa), Livland. Ostern 1880 bis November 1880.
Walther von zur Mühlen. Fellin (Viljandi), Livland. Ostern 1880 bis März 1881.
Julius Buettner. Kabillen, Kurland. Michaeli 1880 bis März 1881.
Carl von Gavel. Wolmar (Valmiera), Livland. Michaeli 1880 bis März 1881.
Georg Hesse. Weissenstein (Paide), Estland. Michaeli 1880 bis März 1881.
Max Mueller. Riga, Livland. Michaeli 1880 bis März 1881.
Arnold Reichardt. Sennen (Sänna), Livland. Michaeli 1880 bis März 1881.
Albert Tumma. Zierau, Kurland. Michaeli 1880 bis März 1881.
Ottomar Zakrzewsky. Wiezemhof (Vijciema), Livland. Michaeli 1880 bis März 1881.
Heinrich von Blankenhagen. Weissenstein (Paide), Estland. Michaeli 1881 bis Juni 1882.
Patkul von Sivers. Raudenhof (Raudinas), Livland. Michaeli 1881 bis März 1884.
Theodor Spieß. Grünhof, Kurland. Michaeli 1881 bis Januar 1883.
Rudolph Baron von Stromberg. Illust, Kurland. Michaeli 1881 bis August 1883.
Leonhard Eckardt. Hellenorm (Hellenurme), Livland. Michaeli 1882 bis August 1883.
Carl Robert Spieß. Grünhof, Kurland. Michaeli 1882 bis März 1884.
Carl Baron von Budberg. Hohenheide (Kõrgepalu), Livland. Ostern 1883 bis März 1885.
August Theol. Dorpat (Tartu), Livland. Ostern 1883 bis August 1883.
Alexander Blessig. Ramelshof (Rāmalu), Livland. Michaeli 1883 bis August 1884.
Rudolf Braunz. Altlitzen, Kurland. Michaeli 1883 bis März 1884.
Eugen Ernst Woldemar von Glasenapp. Dorpat (Tartu), Livland. Michaeli 1884 bis August 1884.
Eugen Wilhelm Ludwig Pohl. Mitau, Kurland. Ostern 1884 bis August 1885.
Eugen Friedrich Hausse. Riga, Livland. Michaeli 1884 bis März 1888.
Woldemar Baron von Stromberg. Rönnen, Kurland. Ostern 1885 bis August 1885.
Alexander Gottschalck. Nutzau, Kurland. Michaeli 1886 bis März 1889.
Paul Wilcke. Alt-Autz, Kurland. Michaeli 1886 bis August 1888.
Edgar von Zoeckell. Mehrhof (Mēra), Livland. Michaeli 1886 bis Juli 1887.
Emil Alexander von Stryk. Dorpat (Tartu), Livland. Michaeli 1887 bis März 1890.
Edgar von Vorkampff-Laue. Fellin (Viljandi), Livland. Michaeli 1887 bis März 1890.
Karl Harry Walter. Ermes (Ermistu), Livland. Ostern 1888 bis März 1889.
Carl Grühn. Walk (Valga), Livland. Michaeli 1888 bis August 1889.
Friedrich Lühr. Riga, Livland. Michaeli 1888 bis März 1891.
Alfred von Oettingen. Jensel (Kuramaa), Livland. Michaeli 1888 bis März 1890.
Eugen Ottensenn. Werro (Võru), Livland. Michaeli 1888 bis August 1889.
Ferdinand Baron von Saß. Arensburg (Kuressaare), Livland. Michaeli 1888 bis Januar 1889.
Victor Tomaschewsky. Mitau, Kurland. Michaeli 1888 bis März 1891.
Adolf Walbe. Sessilen, Kurland. Michaeli 1888 bis März 1891.
Hermann von Wissell. Werro (Võru), Livland. Michaeli 1888 bis Dezember 1889.
Eduard Keßler. Köppo (Kõpu), Livland. Ostern 1889 bis März 1890.
Bruno von Vorkampff-Laue. Ilbako (Ilbku), Livland. Michaeli 1889 bis ?